Friedensbewegung im Norden gegen die Stationierung von zwei Flugabwehrraktensystemen „Patriot“ in der Türkei!

Friedensbewegung im Norden gegen die Stationierung von zwei Flugabwehrraktensystemen „Patriot“ in der Türkei!
Die Raketen sollen später verschifft werden!

Die Friedensbewegung hat bundesweit an vielen Orten gegen diese Stationierung demonstriert. Mit kleineren Aktionen und Veranstaltungen wurde auf diese unsinnige Stationierung aufmerksam gemacht. Vor der Entscheidung im Bundestag wurden bundesweit zahlreiche Bundestagsabgeordnete angeschrieben und gebeten gegen die Stationierung im Bundestag zu stimmen.
In Schleswig-Holstein demonstrierten FriedensfeundInnen an einem Infostand am 22.12.2012 in Husum.
In Hamburg wurde am 16.12.2012 vor dem Hauptbahnhof demonstriert – aufgerufen hatte das Hamburger Forum.

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Erst nach den Festtagen wurde bekannt, dass die Verschiffung am 8. Januar in Travemünde stattfinden soll und die Systeme aus Sanitz und Bad Sülze östlich von Rostock kommen sollen.
Am 5. Januar fand daraufhin ein großer Infostand mit einigen großen Transparenten, Unterschriftensammlung und Flugblattverteilung in Lübeck statt den die VVN-BdA Lübeck/Lauenburg zusammen mit dem Zusammenarbeitsausschuss der Friedensbewegung Schleswig Holstein(ZAA) organisiert hatte. Dazu kam noch ein Infostand der DFG-VK. Ca. 30 FriedensfreundInnen aus den norddeutschen Bundesländern sorgten dafür, dass der Protest öffentlich wurde. Auch kurdische FreundInnen waren aus Hamburg angereist.
Es gelang uns über einen Friedensfreund den NDR für unseren Protest zu interessieren. So wurde eine weitere Aktion am Skandinavienkai am Montag, den 7.1. gefilmt und einige Sekunden im Schleswig Holstein Magazin gezeigt. Bernd wurde interviewt. Sie brachten u.a.einen Satz von ihm im Fernsehen. Es waren auch viele Leute vom Bund türkischer Jugendlicher aus Berlin, Hannover und Hamburg dabei mit kleinen Sandwiches, einer kleinen selbstgebastelten Rakete usw.
Am 8. Januar standen wir noch einmal vor dem Eingang des Hafenhauses in dem eine Pressekonferenz stattfand. Auch hier hatten wir uns mit dem NDR getroffen – es erschien aber kein Filmbeitrag dazu im Fernsehen. Auffallend viele Presseleute, die zur Pressekonferenz wollten, haben uns mit unserem großen Transparent gefilmt und fotografiert. Bernd gab einige Interviews. Sogar das russische Fernsehen filmte uns und machte mit Bernd ein Interview
Der Auslandseinsatz wurde im Parlament am 14.12.2012 auch von SPD und Grünen mit entschieden. Von 555 Abgeordneten waren in namentlicher Abstimmung 461 dafür. Nur die Linksfraktion stimmte geschlossen dagegen. Bei der SPD gab es 15 Nein-Stimmen, bei den Grünen lediglich 2. Insgesamt 8 Abgeordnete enthielten sich. Zahlreiche Abgeordnete blieben der Sitzung fern.

Wir meinen, dass in der Kürze der Zeit doch ein sichtbarer Protest gegen diese Stationierung ermöglicht wurde. Die Einbindung des NDR in Kiel und Lübeck hat dazu beigetragen.

Der Kampf gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr und für die sofortige Rückführung der Raketenstellungen geht weiter.
Lt. Auskunft des NDR sollen die Raketen später in die Türkei über Travemünde verschifft werden.

Lore und Bernd Meimberg
ZAA und VVN-BdA Lübeck/Lauenburg

der 12. Januar 2013

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