Deutschlands neue weltpolitische Offensive – Gefahr für den Frieden?

Aus den Referaten, die auf dem Seminar über das Papier „Neue Macht – Neue Verantwortung / Elemente einer deutschen Sicherheits- und Verteidigungspolitik“ der „Stiftung Wissenschaft und Politik“ und des „German Marshall Funds“ in Neumünster am 22.02.2014 gehalten worden sind, ist ein kleiner Reader zusammengestellt worden. Er informiert über das Papier und gibt kritische Anmerkungen. Es ist so geschrieben, dass der Leser die Schlussfolgerungen nachvollziehen und kritisch überprüfen kann. Der Nachteil dieser Methode sei nicht verschwiegen: Der Reader ist lang, man braucht einen fleißigen Drucker und auch etwas Zeit. Wer sich dieser Mühe unterzieht, könnte mit unerwarteten Erkenntnissen über Grundströmungen gegenwärtiger Außenpolitik belohnt werden, die ihm einen vertieften Blick beispielsweise auf die Ukraine-Krise ermöglicht.

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Rede von Wolfgang Erdmann auf dem Ostermarsch 2014 in Wedel

Rede von Wolfgang Erdmann
zum Ostermarsch in Wedel am 19.4.2014

Liebe Friedensfreundinnen, liebe Friedensfreunde!
Herzlichen Dank, dass ich hier beim Ostermarsch in Wedel wieder zu Euch sprechen darf.
Ich spreche nicht im Namen der IG Metall, aber als ehemals langjähriger Betriebsratsvorsitzender, als engagierten Gewerkschafter, der auch heute noch Funktionen für die IG Metall ausübt.
Als Gewerkschafter habe ich mich immer von Werten leiten lassen, den Werten der Arbeiterbewegung: da steht ganz vorn die soziale Absicherung, ohne die Freiheit ein hohles Wort ist, die soziale Gerechtigkeit, von der wir im Kapitalismus immer weiter entfernt werden, da stehen Solidarität gerade mit den Schwachen, Ausgegrenzten und Flüchtlingen und natürlich Frieden, der so wie die anderen genannten Ziele immer von neuem mit Vehemenz verteidigt werden muss.
Werte kann man aber auch dazu heranziehen, um Machtpolitik für wirtschaftliche Interessen zu bemänteln, um noch mehr Aufrüstung und Krieg das Wort zu reden. So geschehen durch den Bundespräsidenten Gauck, der im Januar 2014 als erster Bundespräsident die militaristische „Münchener Sicherheitskonferenz“ eröffnete und diese somit bewusst aufwertete.
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